Materialien Gartenmöbel
Orientierung zu Materialien für den Außenbereich
Materialratgeber für Gartenmöbel
Die Wahl des Materials beeinflusst Pflegeaufwand, Gewicht, Witterungsverhalten und Nutzungsmöglichkeiten von Gartenmöbeln. Dieser Ratgeber erläutert typische Eigenschaften häufig verwendeter Materialien. Maßgeblich für einen konkreten Artikel bleiben stets die Angaben auf der jeweiligen Produktseite sowie die mitgelieferten Pflege-, Montage- und Sicherheitshinweise.
1. Holz und Holzwerkstoffe
Holz wird bei Gartenmöbeln unter anderem für Tischplatten, Sitzflächen, Armlehnen und tragende Gestelle verwendet. Je nach Holzart unterscheiden sich Dichte, Oberflächenstruktur, Farbe und Widerstandsfähigkeit gegenüber Feuchtigkeit. Häufig eingesetzte Arten sind beispielsweise Akazie, Eukalyptus, Teak oder andere für den Außenbereich geeignete Hölzer.
Maserung, Astbild, Farbverlauf und kleinere Strukturunterschiede gehören zu den natürlichen Eigenschaften des Materials. Bei längerer Bewitterung kann unbehandeltes oder geöltes Holz heller, grauer oder ungleichmäßiger erscheinen. Diese Veränderung betrifft zunächst die Oberfläche und stellt nicht automatisch eine Einschränkung der Gebrauchsfähigkeit dar.
Holzoberflächen sollten regelmäßig gereinigt, vollständig getrocknet und entsprechend den produktspezifischen Hinweisen nachbehandelt werden. Staunässe, dauerhaft feuchte Abdeckungen und direkter Bodenkontakt sollten vermieden werden. Holzwerkstoffe sind nur dann für ungeschützte Außenbereiche geeignet, wenn dies in der Produktbeschreibung ausdrücklich bestätigt wird.
2. Aluminium
Aluminium wird häufig für Gestelle von Stühlen, Tischen, Loungemöbeln und Sonnenliegen eingesetzt. Das Material besitzt im Verhältnis zu seinem Gewicht eine gute Formstabilität und lässt sich vergleichsweise leicht bewegen. Viele Aluminiumoberflächen sind pulverbeschichtet oder anderweitig behandelt, um sie vor äußeren Einflüssen zu schützen.
Beschädigungen der Beschichtung sollten nicht über längere Zeit unbeachtet bleiben. Kratzer, Stöße oder aggressive Reinigungsmittel können die Oberfläche beeinträchtigen. Für die Reinigung genügen üblicherweise ein weiches Tuch, lauwarmes Wasser und ein mildes Reinigungsmittel. Scheuermittel, harte Bürsten und stark alkalische oder säurehaltige Reiniger sind zu vermeiden.
Aluminium kann sich bei direkter Sonneneinstrahlung deutlich erwärmen und bei niedrigen Temperaturen kühl anfühlen. Leichte Möbel sollten bei starkem Wind gesichert oder in einen geschützten Bereich gestellt werden. Die zulässige Belastung und die Eignung für dauerhafte Außenaufstellung ergeben sich aus den jeweiligen Produktinformationen.
3. Stahl und Eisen
Stahl und Eisen werden für tragende Konstruktionen, Tischgestelle, Stuhlrahmen und dekorative Elemente verwendet. Sie bieten ein höheres Eigengewicht als Aluminium und können dadurch bei sachgemäßer Aufstellung stabil stehen. Außenmöbel aus diesen Materialien verfügen häufig über eine Lackierung, Pulverbeschichtung oder andere Oberflächenbehandlung.
Wird die Schutzschicht beschädigt, kann Feuchtigkeit mit dem Metall in Kontakt kommen und Korrosion verursachen. Kratzer, Abplatzungen oder Roststellen sollten daher frühzeitig gereinigt, getrocknet und mit einem geeigneten Reparatur- oder Schutzmittel behandelt werden. Möbel sollten nicht dauerhaft in stehendem Wasser oder auf dauerhaft feuchtem Untergrund verbleiben.
Für die Reinigung sind weiche Tücher und milde Reinigungsmittel geeignet. Chlorhaltige Reiniger, aggressive Chemikalien und scheuernde Werkzeuge können die Oberfläche angreifen. Schraubverbindungen und tragende Bauteile sollten regelmäßig auf festen Sitz, Verformungen und Korrosionsspuren kontrolliert werden.
4. Polyrattan und Kunststoffgeflecht
Polyrattan bezeichnet ein synthetisches Geflecht, das häufig auf Metallrahmen verarbeitet wird. Es wird bei Sesseln, Stühlen, Sofas, Aufbewahrungsboxen und Loungemöbeln eingesetzt. Je nach Ausführung unterscheiden sich Stärke, Elastizität, Oberflächenstruktur und Beständigkeit des Geflechts.
Staub und leichte Verschmutzungen können mit einer weichen Bürste oder einem feuchten Tuch entfernt werden. Bei geflochtenen Flächen sollte darauf geachtet werden, Zwischenräume nicht mit spitzen oder harten Gegenständen zu beschädigen. Hochdruckreiniger, Lösungsmittel und stark scheuernde Reinigungsmittel sind nicht geeignet.
Dauerhafte UV-Strahlung, Frost und starke Temperaturschwankungen können die Materialalterung beschleunigen. Bei längerer Nichtbenutzung empfiehlt sich eine trockene, belüftete und möglichst geschützte Lagerung. Sitzflächen und Armlehnen dürfen nicht punktuell überlastet oder als Trittfläche verwendet werden.
5. Kunststoff und Verbundmaterialien
Kunststoffe und Verbundmaterialien werden für vollständige Möbelstücke, Sitzschalen, Tischplatten, Armlehnen und Verbindungselemente verwendet. Ihre Eigenschaften hängen von Materialzusammensetzung, Wandstärke, Oberflächenstruktur und Herstellungsverfahren ab. Nicht jeder Kunststoff ist für dieselben Temperaturen oder Belastungen vorgesehen.
Leichte Verschmutzungen lassen sich üblicherweise mit Wasser, einem weichen Tuch und mildem Haushaltsreiniger entfernen. Lösungsmittel, Scheuerschwämme und stark konzentrierte Reinigungsmittel können Verfärbungen, Spannungsrisse oder matte Stellen verursachen. Heiße Gegenstände sollten nicht ohne geeignete Unterlage auf Kunststoffflächen gestellt werden.
Längere Sonneneinstrahlung kann abhängig vom Material zu Farbveränderungen führen. Bei niedrigen Temperaturen kann die Elastizität bestimmter Kunststoffe abnehmen. Möbel sollten deshalb nicht gewaltsam bewegt, gestapelt oder belastet werden, wenn das Material stark ausgekühlt ist.
6. Glas, Keramik und Stein
Glas, Keramik und Stein werden vor allem bei Tischplatten und Ablageflächen verwendet. Diese Materialien unterscheiden sich deutlich hinsichtlich Gewicht, Schlagfestigkeit, Porosität und Temperaturverhalten. Welche Belastungen zulässig sind, hängt von der jeweiligen Ausführung und Unterkonstruktion ab.
Schwere, scharfkantige oder sehr heiße Gegenstände sollten nicht ohne geeignete Unterlage auf die Oberfläche gestellt werden. Punktuelle Belastungen, harte Stöße und einseitiges Anheben können Schäden verursachen. Bei Glasplatten sind Kanten und Ecken besonders vor Stößen zu schützen.
Naturstein kann Unterschiede in Farbe, Struktur, Porenbild und Zeichnung aufweisen. Bestimmte Steinarten können Flüssigkeiten aufnehmen oder empfindlich auf säurehaltige Substanzen reagieren. Verschüttete Flüssigkeiten sollten zeitnah aufgenommen und ausschließlich geeignete Reinigungs- oder Pflegemittel verwendet werden.
7. Textilien, Polster und Bezüge
Auflagen, Kissen, Bespannungen und Polsterbezüge können aus synthetischen Fasern, Mischgeweben oder anderen Textilmaterialien bestehen. Die Bezeichnung „für den Außenbereich geeignet“ bedeutet nicht in jedem Fall, dass Textilien dauerhaft Regen, Frost oder Staunässe ausgesetzt werden dürfen.
Feuchte Polster sollten vollständig trocknen können und nicht nass in geschlossenen Aufbewahrungsboxen gelagert werden. Eine unzureichende Belüftung kann Geruchsbildung, Stockflecken oder Schimmel begünstigen. Abnehmbare Bezüge dürfen nur entsprechend dem angegebenen Pflegeetikett gereinigt werden.
Sonneneinstrahlung kann bei Textilien zu einer allmählichen Farbveränderung führen. Sonnencreme, Körperöle, Pflanzensäfte und andere Substanzen sollten möglichst zeitnah entfernt werden. Polster sind bei längeren Schlechtwetterperioden und außerhalb der Saison trocken und geschützt aufzubewahren.
8. Materialkombinationen und Verbindungselemente
Viele Gartenmöbel bestehen aus mehreren Materialien, beispielsweise aus einem Aluminiumrahmen, einer Holzauflage, Kunststoffgeflecht und textilen Sitzkissen. Die Pflege muss sich deshalb an den unterschiedlichen Oberflächen orientieren. Ein Reinigungs- oder Pflegemittel, das für einen Bestandteil geeignet ist, kann einen anderen Bestandteil beschädigen.
Schrauben, Beschläge, Scharniere, Rollen und Klappmechanismen sollten regelmäßig kontrolliert werden. Durch Gebrauch, Transport und Temperaturschwankungen können sich Verbindungen lockern. Lose Verbindungselemente sind mit geeignetem Werkzeug vorsichtig nachzuziehen, ohne Gewinde oder Bauteile zu überdrehen.
Unterschiedliche Metalle können unter ungünstigen Bedingungen miteinander reagieren. Beschädigte Beschichtungen, dauerhafte Feuchtigkeit und salzhaltige Luft können solche Prozesse fördern. Möbel in Küstennähe oder an dauerhaft feuchten Standorten benötigen daher meist häufigere Kontrolle und Pflege.
9. Auswahl nach Standort und Nutzung
Vor dem Kauf sollte geprüft werden, ob die Möbel in einem offenen Garten, auf einer überdachten Terrasse, auf einem Balkon oder in einem Wintergarten verwendet werden. Sonneneinstrahlung, Regen, Wind, Frost, Luftfeuchtigkeit und salzhaltige Umgebung wirken sich je nach Material unterschiedlich aus.
Für häufiges Umstellen kann ein geringeres Eigengewicht hilfreich sein. An windoffenen Standorten kann dagegen ein höheres Gewicht oder eine zusätzliche Sicherung erforderlich sein. Bei begrenztem Stauraum sollte außerdem geprüft werden, ob Möbel klappbar, stapelbar oder zerlegbar sind und ob Polster getrennt gelagert werden können.
Maßangaben, maximale Belastungen und vorgesehene Einsatzbereiche sind vor der Nutzung zu beachten. Gartenmöbel dürfen nur auf einem ebenen und tragfähigen Untergrund aufgestellt werden. Sie sind nicht als Leiter, Spielgerät oder dauerhafte Ablage für Lasten zu verwenden, sofern dies nicht ausdrücklich vorgesehen ist.
10. Pflege, Lagerung und produktbezogene Angaben
Unabhängig vom Material sollten Gartenmöbel regelmäßig von Schmutz, Laub und stehender Feuchtigkeit befreit werden. Abdeckhauben müssen ausreichend groß, atmungsaktiv und so angebracht sein, dass Luft zirkulieren kann. Eine vollständig geschlossene Abdeckung auf feuchten Möbeln kann Kondenswasser und Materialschäden begünstigen.
Vor der Winterlagerung sind Möbel zu reinigen und vollständig zu trocknen. Ein trockener, frostgeschützter und belüfteter Lagerort ist für viele Materialien vorteilhaft. Können Möbel nicht eingelagert werden, sollten sie möglichst geschützt stehen und regelmäßig auf Feuchtigkeit, Beschädigungen und lockere Verbindungen geprüft werden.
Dieser Ratgeber enthält allgemeine Informationen und ersetzt keine produktspezifische Anleitung. Bei Abweichungen sind die Angaben auf der Produktseite, dem Pflegeetikett, der Montageanleitung und den Sicherheitshinweisen des jeweiligen Artikels maßgeblich. Gesetzliche Rechte bei mangelhafter oder nicht vertragsgemäßer Ware bleiben unberührt.
Fragen zu Materialien und Pflege
Bei Fragen zum Material eines bestimmten Artikels, zu geeigneten Reinigungsmethoden oder zu den mitgelieferten Pflegehinweisen können Sie unseren Kundenservice kontaktieren. Bitte nennen Sie den vollständigen Produktnamen, die Artikelbezeichnung oder Ihre Bestellnummer.
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Materialbezeichnungen können unterschiedliche Qualitäten und Zusammensetzungen umfassen. Für die Kaufentscheidung sind daher immer die konkreten Angaben des ausgewählten Produkts maßgeblich.